Wo ist ihre Vater?

Jan 30, 2020 | Briefkasten, Spendereltern, Spenderkind | 0 Kommentare

Guten Tag, ich habe eine wunderbare Tochter aus einer Samenspende.
Es ist natürlich kein Geheimnis im Freundes- und Familienkreis, aber dennoch privat, und ich erzähle Fremden nicht offensiv davon, sondern sage eben meist nur, dass ich alleinerziehend bin.
Diese Wahl soll meine Tochter auch haben. Was raten Sie: Wenn andere Kinder fragen, wo ihr Vater ist, und sie möchte die Wahrheit nicht sagen, was soll sie antworten?
Danke und herzliche Grüße!

Liebe Cara,

vielen Dank für Ihre Frage an uns. Wir sind froh zu hören, dass Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden offen über die Situation reden, und dass auch Ihre Tochter weiß, wie sie auf die Welt gekommen ist. Wir verstehen, dass es schwierig sein kann, auch im öffentlichen Raum ehrlich und offen über Ihre Familienkonstellation zu sprechen.

Wir können Ihnen aber nur aufs Wärmste empfehlen, dass Sie selbst auch mit Menschen außerhalb Ihres Freundeskreises offen über Ihre Entscheidung reden und auch Ihre Tochter dazu auffordern, ehrlich auf die Fragen zu antworten und offen zu sagen, dass sie ein Spenderkind ist. Seien Sie auch nach außen stolz auf Ihre Entscheidung, dass Sie auf diese besondere Weise Ihre einzigartige Tochter bekommen haben, und erklären Sie allen, und vor allem auch Ihrer Tochter, dass sie wahrscheinlich das größte Wunschkind von allen ist, indem Sie diesen besonderen Weg gewählt haben, um sie zu bekommen.

Wenn Sie Ihrer Tochter dies so erzählen, dann wird es Ihrer Tochter auch umso leichter fallen, stolz über ihre ganz besondere Geschichte zu sein, die sich von den Geschichten der anderen Kinder unterscheidet – und dies auf eine positive Art. Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung und bringen Sie Ihrer Tochter bei, dass sie auch zu sich steht und beantworten Sie vor allem alle Fragen, die kommen sollten, offen und ehrlich– auch von Fremden. Je mehr über das Thema “Spenderkind” gesprochen wird, umso leichter wird es anderen Menschen fallen, die Situation zu verstehen.

Und glauben Sie uns, vor allem Kinder sind offen, tolerant und bereit die meisten Situationen zu akzeptieren. Dies haben wir immer wieder erlebt, wenn unsere Kinder mit ihren Freunden darüber gesprochen haben. Oftmals könnten wir Erwachsene davon lernen, wie einfach sich Kinder mit einer ehrlichen Antwort zufriedenstellen. Lassen Sie Ihre Tochter ehrlich und offen ihre Geschichte erzählen. Eine gute Hilfe dafür wäre evtl., wenn Sie ein Spenderbuch hier auf unserer Homepage für sie herstellen. Wir haben selbst dieses Buch für unsere Kinder kreiert, und das Buch hat den Kindern auch dabei geholfen anderen Kindern ihre ganz besondere Geschichte zu erzählen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute und ganz viel Glück!

Viele grüße

Bodil

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