Sieht man es dem Kind an, dass es nicht vom Vater /Ehepartner stammt?

Feb 3, 2020 | Briefkasten, Spendereltern, Spenderkind | 0 Kommentare

Wie reagiert das Umfeld. Sieht man es dem Kind an, dass es nicht vom Vater /Ehepartner stammt? Ich möchte es eigentlich keinem sagen, dass mein Mann zeugungsfähig ist. Später dem Kind würde ich es schon sagen wenn ich merke das es dies versteht und nachvollziehen kann.

Liebe Carina,

auch wenn man mit einem männlichen Partner ein Spenderkind bekommt, empfehlen wir immer, dass das Thema offen und ehrlich angesprochen wird. Wir verstehen natürlich, dass es schwierig sein kann darüber zu sprechen, dass Ihr Mann zeugungsunfähig ist, aber es gehört viel mehr dazu Vater zu sein, als den Samen dafür bereitzustellen. Der Spender wird niemals Vater des Kindes sein können, sondern nur Ihr Mann wird allein durch seine Anwesenheit der Vater sein. Auch wenn das Kind weiß, dass es ein Spenderkind ist, wird dies nichts daran ändern, dass das Kind Ihren Mann als Vater sehen wird. Lesen Sie evtl. einige der Geschichten von Spenderkindern hier auf der Homepage, die ebenfalls mit Mutter und Vater aufgewachsen sind, aber wo niemals in Frage gestellt wurde, dass der Vater der Vater ist – Biologie hin oder her.

Wenn Sie offen damit umgehen, wird es auch dem Kind einfacher fallen, offen darüber zu sprechen und anderen zu erklären, dass die Definition eines Vaters etwas anderes sein kann als Gene.
Wir verstehen aber natürlich durchaus Ihren Wunsch, dass Sie gerne hätten, dass das Kind auch Ihrem Mann ähnlichsieht. Vorab gibt es keinerlei Garantie, wie das Kind aussehen wird, egal welche Vorbereitungen man trifft. Bei der SellmerDiers Samenbank bieten die Kollegen an ein Fotomatch mit den Spendern zu machen. Es wäre also möglich, dass Sie Fotos von Ihrem Mann an die Samenbank schicken, die dann im Spenderkatalog nachschauen, welche Spender sie Ihnen empfehlen würden, damit der Spender vom Aussehen her so nah an dem Aussehen Ihres Mannes ist, wie möglich.
Selbst mit diesem Angebot kann aber niemand garantieren, wie das Kind letzten Endes aussehen wird, und das Kind kann Ihrem Mann auch auf anderen Wegen ähnlich sein, weil das Kind beim Aufwachsen viel von ihm lernen und kopieren wird.

Was Ihr Umfeld betrifft, können wir Ihnen wieder nur raten offen über Ihre Entscheidung zu sprechen. Je offener damit umgegangen wird, umso einfacher ist es auch für das Umfeld die Situation als ganz normal zu betrachten. Ihr Umfeld wird Sie bestimmt verstehen und unterstützen – freuen Sie sich auf die Reise, die Sie erwartet uns seien Sie gewiss, dass Sie eine ganz „normale“ Familie sein werden!

Viele grüße

Liza

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