Auf welche genetischen Krankheiten werden die Spender getestet? Und kann ich mir sicher sein, dass mein Kind keine genetische Krankheit erbt? Ich habe über einen Samenspender gelesen, der eine Krankheit an viele Spenderkinder weitergeleitet hat.

Hallo Silke

Wir wissen durch Forschung, dass es sehr wichtig ist, dass man dem Spenderkind gegenüber offen ist, und dies schon ab einem sehr jungen Alter.

Der Spender wird bzgl. Krankheiten in seiner Familie befragt. Falls genetische Krankheiten in der Familie vorkommen sollten, wird dies genauestens untersucht, und der Bewerber wird nicht als Spender angenommen, falls es einen Verdacht geben sollte, dass der Spender die Krankheit vererben könnte. Darüber hinaus werden spezifische Tests bzgl. genetischen Krankheiten durchgeführt, die einen autosomal-rezessiven Erbgang haben, und die bei der Bevölkerungsgruppe mit dem gleichen ethnischen Hintergrund, wie die des Spenders, verbreitet sind. In Dänemark wäre dies z.B. Muskelschwund und zystische Fibrose. Wenn eine Krankheit autosomal-rezessiv ist, heißt dies, dass beide Elternteile gesunde Träger des Gens sind, wodurch das Kind krank werden kann. Als gesunder Träger des Gens, ist man nicht selbst von der Krankheit betroffen, trägt aber die Veranlagung der Krankheit, die an das Kind weitergegeben werden kann. Es gibt tausende von Krankheiten, die autosomal-rezessiv sind, und man meint, dass wir alle Träger von wenigstens einer dieser Krankheiten sind. Deswegen ist es unmöglich auf alles zu testen, weil wir in dem Fall dann keine Spender mehr haben würden.

Der Großteil der Krankheiten sind entweder neu entstanden oder nicht von genetischer Herkunft, und deswegen kann es keine Garantien geben ein gesundes Kind zu bekommen, obwohl das Kind mit einem Samenspender gezeugt wird. Das Risiko wird jedoch immer geringer sein, weil der Samenspender ein gründliches Screening-Programm durchmacht, bevor er als Spender akzeptiert wird.

Viele grüße

Maja, Biologin

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